Die Herstellung von veganen Ersatzprodukten für Fleisch, Milch oder Eier ist ein komplexer Prozess, der eine Vielzahl von künstlichen Zutaten und Aromastoffen und einen enormen Energieaufwand erfordert.

Die Produkte werden gerne als Alternative für die Gesundheit beworben, dies entspricht aber nicht der Realität. Sie enthalten oft sehr viel Zucker, Salz und Würzstoffe mit Geschmacksverstärkern wie Glutamat. Der Anteil an Fett in veganen Ersatzprodukten liegt oft bei 10 bis 20 Prozent. Sie sind somit nicht fettärmer als viele der herkömmlichen Wurst- und Fleischwaren. Ein häufig verwendetes Verdickungsmittel neben anderen künstlichen Stoffen in diesen Produkten ist Methylcellulose. Obwohl der gelegentliche Verzehr als unbedenklich betrachtet wird, zeigen Tierversuche Hinweise darauf, dass Methylcellulose Entzündungen im Darm begünstigt. Darüber hinaus enthalten Ersatzprodukte Phosphate, die insbesondere für Menschen mit Nierenproblemen gesundheitliche Risiken bergen können. Zudem kann der regelmäßige Verzehr hochverarbeiteter Ersatzprodukte zu Übergewicht führen. Das liegt daran, dass diese aufgrund des hohen Verarbeitungsgrades die Verdauung weniger beanspruchen, wodurch wir die Nahrung schneller und in größeren Mengen aufnehmen. Dadurch haben die Produkte eine geringere Sättigungskapazität im Verhältnis zu ihren Kalorien. Daraus folgt, dass wir mehr von diesen Produkten essen müssen, um satt zu werden, was wiederum zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Auch die Umweltbilanz von veganen Ersatzprodukten für Fleisch, Milch oder Eier ist nicht so positiv, wie es zunächst scheint. Obwohl eine regionale und saisonale vegane Ernährung mit natürlichen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse theoretisch umweltfreundlich sein könnte, müssen Veganer aufgrund der klimatischen und ökonomischen Bedingungen unserer heimischen Landwirtschaft oft auf Importe zurückgreifen, um ihren Nährstoffbedarf zu decken. Dies ist verbunden mit einem erhöhten Wasserverbrauch und CO2-Ausstoß, weil das Obst und Gemüse in trockenen Anbaugebieten künstlich bewässert wird und lange Transportwege zurücklegt. Studien zeigen, dass Veganer einen vergleichsweise höheren Wasserverbrauch haben. Ein vollständig auf tierische Produkte verzichtender Mensch verbraucht jährlich durchschnittlich 45 Kubikmeter Wasser im Vergleich zu 29 Kubikmetern bei einem Menschen, der sich ausgewogen ernährt. Weil derzeit nur etwa 20 Prozent des verbrauchten Obstes und 40 Prozent des verbrauchten Gemüses in Deutschland produziert werden, kommt noch der Energieverbrauch für den Transport dazu. Besonders problematisch sind die importierten Superfoods und exotischen Früchte wie Avocados oder Mandeln, die einen hohen Wasserbedarf haben und oft aus wasserarmen Gebieten wie Kalifornien und Spanien stammen. Trotz ihrer Beliebtheit belasten sie die Umwelt durch ihren beträchtlichen Wasserverbrauch erheblich.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass eine Ernährung durch hochverarbeitete vegane Ersatzprodukte nicht nur ungesund ist, sondern auch die größere Umweltbelastung darstellt. Der hohe Importbedarf, der Wasser- und Energieverbrauch sowie die aufwändige Verarbeitung in der Industrie tragen zur Umweltverschmutzung bei. Letztendlich zeigt sich, dass eine ausgewogene Ernährung mit regionalen, saisonalen Lebensmitteln nicht nur gesünder ist, sondern auch die Umwelt weniger belastet.